Keynote speakers

Charles Beer

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Genf und Mehrsprachigkeit : die Funktion einer Sprachenpolitik, Kitt oder Illusion?

Charles Beer war als Genfer Regierungsrat Vorsteher des Departements für Erziehung, Kultur und Sport. In dieser Funktion war er auch Mitglied der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (CDIP) und der interkantonalen Konferenz für Erziehung in der Romandie und im Tessin (CIIP). Im Rahmen des Schweizer Harmonisierungsprozesses (HarmoS-Konkordat) war er für die sprachpolitische Entwicklung des Westschweizer Lehrplans 21 PER (plan d’études romandes) zuständig, für dessen Umsetzung er sich einsetzte. Dabei war ihm die Berücksichtigung der Herkunftssprachen von SchülerInnen mit Migrationshintergrund ebenso wichtig wie der Stellenwert des Lateins.
Es ist auch Charles Beers Verdienst, dass das Angebot an zweisprachigen Maturitätsschulen erweitert werden konnte und heute in diesem Bereich ein adäquates Weiterbildungsangebot für Lehrkräfte besteht.
Und schliesslich war Charles Beer die Förderung von Sprachaustausch schon immer ein wichtiges Anliegen. Am 18. Dezember 2013 hat der Bundesrat Charles Beer zum Präsidenten des Stiftungsrats von Pro Helvetia ernannt.

Alexandre Duchêne

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Spracharbeit in der globalisierten Wirtschaft: zwischen Prekariat und Banalisierung
 
Alexandre Duchêne ist Professor für Soziolinguistik an der Universität Freiburg und Direktionsmitglied des Instituts für Mehrsprachigkeit der Universität und PH Freiburg. Seine Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit den Beziehungen zwischen Sprache und sozialer Ungleichheit, politischen Herausforderungen im Bereich sprachlicher Minderheiten, der Mehrsprachigkeit in der Neuen globalisierten Wirtschaft sowie der Rolle von Sprachkompetenzen in sozialen Selektionsprozessen (Schule, Arbeitswelt usw.). Unter seinen Publikationen sind zu nennen Ideologies across Nations (2008, Mouton de Gruyter), Discourses of Endangerment (mit Monica Heller, 2007, Continuum), Langage, genre et sexualité (mit Claudine Moïse, 2010, Nota Bene), Language in Late Capitalism: Pride and Profit (mit Monica Heller, Routledge) und Language, Migration and Social Inequalities (mit Melissa Moyer und Celia Robert, 2013, Multilingual Matters). Alexandre Duchêne ist Präsident des Réseau Francophone de Sociolinguistique (RFS) und Vizepräsident der Vereinigung für angewandte Linguistik in der Schweiz (Vals-Asla).

Ute Smit

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Englisch als Unterrichtssprache: mehrsprachige und interkulturelle Praxis im internationalen universitären Kontext
 
Ute Smit ist ausserordentliche Professorin am Institut für Anglistik und Amerikanistik an der Universität Wien, Bereich angewandte Linguistik. Ihre Forschungsschwerpunkte der letzten 10 Jahre sind Englisch als Lingua Franca, Englisch als Unterrichtssprache und CLIL (Content and Language Integrated Learning). Weiter hat sie zu den Bereichen LehrerInnenausbildung, Motivation im Spracherwerb und Englisch in Südafrika publiziert. Zurzeit wirkt sie an einem internationalen Forschungsprojekt der finnischen Akademie der Wissenschaften mit: “Language and content integration: Towards a conceptual framework (ConCLIL)“. Zu ihren wichtigsten Publikationen zählen Integrating Content and Language in Higher Education (AILA Review25, hrsg. mit Dafouz, 2012), English as a Lingua Franca in Higher Education (2010), Language Use and Language Learning in CLIL Classrooms (hrsg. mit Dalton-Puffer, 2010), Empirical Perspectives on CLIL Classroom Discourse (hrsg. mit Dalton-Puffer, 2007), A New English for a New South Africa? Language Attitudes, Language Planning and Education (1996).