Sektionen

Sektion 1: Lehrmethoden, Lernen und Medien
Diese Sektion thematisiert die Didaktik im mehrsprachigen Unterricht. Untersucht werden z.B. die Abgrenzung und Zusammenführung der Didaktik verschiedener Sprachen, um herauszustellen, welche Aspekte spezifisch für einzelne Sprachen gelten und/oder, welche Aspekte in verschiedenen Sprachen gleichermassen anwendbar sind. Zudem sollen die Methodologie des integrierten Sprach- und Fachlernens, wie auch die Wechselwirkung zwischen Mehrsprachigkeitsdidaktik und interkultureller Kommunikation diskutiert werden.
Zu möglichen Themenschwerpunkten, die in dieser Sektion behandelt werden können, zählen unter anderem:
  • Konzeption und Entwicklung von Medien und Materialien, welche den Transfer zwischen Sprachen und Lehrmethoden erlauben.
  • Umgang mit und Förderung von neuen Lerner-/ Lehrendenrollen und Praktiken.
  • Weiterentwicklung der Didaktik des integrierten Sprach- und Fachlernens und -lehrens.
  • Schulung von interkulturellem Verständnis und Vermittlung in einem mehrsprachigen Umfeld.

Sektion 2: Mehrsprachigkeit für akademische und berufliche Zwecke
Diese Sektion widmet sich dem Konferenzthema im Hinblick auf Fachsprachen im akademischen und beruflichen Kontext. Hier sind Beiträge willkommen, die sowohl plurilingualen Sprachgebrauch mit spezifischen Zielsetzungen (und damit zusammenhängende kontrovers diskutierte Fragestellungen) in den Brennpunkt rücken, wie auch auf die Entwicklung, Implementierung und Analyse von Materialien und Methodologien im und für Fachsprachenerwerb abzielen.
Zu möglichen Themenschwerpunkten, die in dieser Sektion behandelt werden können, zählen unter anderem:
  • Status und Rolle von Nationalsprachen und breitflächig einsetzbaren Sprachen in der Wissenschaft (z.B. Diglossie, Sprachwechsel, Lingua Franca Praktiken).
  • Multilinguale Bedürfnisse, Ziele und Zielsprachenkonzeptionen in LSP Kursen: Theorie, reflektierte Erfahrungen und gute Fallbeispiele.
  • Mobilisierung, Einsatz und Förderung von mehrsprachigen Kompetenzen der Studierenden in geleiteten, autonomen und spezifischen Zwecken entsprechenden Spracherwerbssituationen.
  • Innovative Methoden, Kontexte und Werkzeuge um mehrsprachige kommunikative Kompetenzen in LSP zu gestalten.

Sektion 3: Beurteilung und alternative Beurteilungsformen
In dieser Sektion werden Beiträge zur Praxis von Beurteilungen, die auf aktuellen Konzepten und Forschungsergebnissen beruhen, behandelt. Der Fokus sollte auf einer kritischen Auseinandersetzung mit Beurteilungsformen bezüglich mehrsprachiger und multikultureller Kompetenzen liegen.
Zu möglichen Themenschwerpunkten, die in dieser Sektion behandelt werden können, zählen unter anderem:
  • Reflektiertes und kriterienbasiertes Vorgehen bei alternativen und mehrdimensionalen Formen der Beurteilung.
  • Unterschiedliche Zwecke der Beurteilung (Sprachkenntnisse und Lernerleistung, Lernerentwicklung, Testsysteme).
  • Lebenslanges Lernen und Dokumentation des Mehrsprachigkeitsprofils (Europäisches Sprachenportfolio, Karriereportfolio etc.).
  • Beurteilung von spezifischen kommunikativen Kompetenzen, Kompetenzen in interkultureller Kommunikation, Lern- und Kommunikationsstrategien, Studierfähigkeit.

Sektion 4: Personal- und Qualitätsentwicklung
In dieser Sektion wird die Interaktion zwischen Personal- und Qualitätsentwicklung im Hinblick auf Mehrsprachigkeitsprofile und –praktiken untersucht. Analysiert werden sollen Möglichkeiten zum mehrsprachigen Austausch unter den Lehrenden und deren Fähigkeiten, mit kultureller Vielfalt umzugehen. Darüber hinaus werden die Auswirkungen nachhaltiger Personalentwicklungspraktiken auf die Qualität der Lehre und der Zusammenarbeit betrachtet.
Zu möglichen Themenschwerpunkten, die in dieser Sektion behandelt werden können, zählen unter anderem:
  • Entwicklung und Implementierung von Qualitätskonzepten an Hochschulsprachenzentren.
  • Entwicklung und Implementierung von Personalkonzepten an Hochschulsprachenzentren (Stellenprofile/ Anstellung/ Arbeitsbedingungen/ Qualifikationen/ Weiterbildung).
  • Schnittstelle von Personal- und Qualitätsentwicklung: Umgang mit Herausforderungen und Entwicklung von Bewältigungsstrategien.
  • Fallbeispiele zu:
- Einholen von Feedback von Studierenden, Mitarbeitenden und Stakeholdern.
- Analyse und Nutzung von Evaluationsergebnissen zur Programm- wie auch Personal- und Qualitätsentwicklung.

Sektion 5: Policy und Policyimplementierung
In dieser Sektion werden die Beziehungen zwischen Sprachenpolitik und mehrsprachigen Profilen sowie mehrsprachigen Praktiken betrachtet. Untersucht werden die Auswirkungen von Sprachenpolitik auf Sprachbiografien, Mobilität und Karriere von Studierenden. Weiterhin soll die Rolle von Sprachenzentren bei der Entwicklung und Implementierung von Sprachenpolicies beleuchtet werden.
Zu möglichen Themenschwerpunkten, die in dieser Sektion behandelt werden können, zählen unter anderem:
  • Ein- und mehrsprachige Sprachenpolicies für die akademische Kommunikation (nationale und international Studienprogramme/ Sprachen für Mobilität und Forschung).
  • Die Wechselwirkung zwischen nationaler, lokaler und/oder institutioneller Sprachenpolitik und/oder Strategien von deren Implementierung,
  • Hochschulsprachenzentren zwischen Policyentwicklung und sprachlicher Praxis,
  • Fallbeispiele guter Praxis aus Hochschulsprachenzentren:
  • Die Rolle von Netzwerken, Management und/oder Lehrenden in Bezug auf eine gelungene Implementierung einer Sprachenpolicy.

Sektion 6: MAGICC - Modularisierung mehrsprachiger und multikultureller akademischer Kommunikationskompetenzen auf Bachelor- und Masterstufe
In dieser Sektion werden die Ergebnisse eines dreijährigen multilateralen ERASMUS-Projektes vorgestellt, welches vom EU Programm für Lebenslanges Lernen (2011 – 2014) unterstützt wurde: Modularisierung mehrsprachiger und multikultureller akademischer Kommunikationskompetenzen auf Bachelor und Masterstufe. Projektmitarbeitende berichten zu folgenden Themen:
  • Konzeptueller Rahmen: gemeinsame, konstitutive und transnationale Lernergebnisse für die mehrsprachige und multikulturelle akademische Kommunikationskompetenz mit übereinstimmenden Beurteilungskriterien und Beurteilungsrastern
  • Pädagogische Szenarien für die Entwicklung und Beurteilung von mehrsprachigen und multikulturellen kommunikativen Kernkompetenzen für akademische und berufliche Zwecke: innovative, handlungsorientierte Aufgaben und Simulationen
  • Instrumente zur Harmonisierung der Bewertung von Referenzniveaus und der Benotung sowie zur Verbesserung der Beurteilungsqualität multidimensionaler Evaluationsformen: ein Set von kalibrierten Leistungsbeispielen und Prozeduren für ein gemeinsames transnationales Verständnis
  • Akademisches ePortfolio aufbauend auf das Europäische Sprachenportfolio: Sichtbarmachung von akademischen und berufsspezifischen individuellen Mehrsprachigkeitsprofilen für ihre bessere Anerkennung durch andere Hochschulen und Arbeitgeber.

Sektion 7: Übersetzungs- und Terminologiemanagement
Diese Sektion beschäftigt sich mit dem Konferenzthema aus dem Blickwinkel der Übersetzung. Die Diskussion dreht sich um praktische Belange der Verwaltung und Entwicklung von Übersetzungsdiensten und Terminologieverwaltung im Rahmen der Hochschulbildung. Insbesondere wird hierbei die strategische Wichtigkeit dieser beiden Themen für Sprachendienste und interne Klienten hervorgehoben.